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Wir haben Ihnen Wien zu einem schönen kleinen Paket geschnürt. Wenn Sie es aufmachen, dann haben sie ein akustisches Riesenrad. Von hier aus verschaffen Sie sich den größtmöglichen Überblick über Wien. Aus der Vogelperspektive erfahren Sie alles über das Sacher, den verrufenen Spittelberg, die Intrigen in der Staatsoper, den Kampf gegen die Türken und wie der Steffl bluten musste. Und besuchen Sie das Schloss, wo der arme Schlucker nichts verdiente. Gut festhalten!

Was für eine Oper! Welch Dramatik! Aufführungsort: Die Hofoper an der Ringstraße kurz vor ihrer Eröffnung 1869. Die Handlung: Kultivierte Opernfreunde treiben mit Lästerzungen den verantwortlichen Architekten und den Bautechniker in den Tod. Das Wiener Lästermaul macht auch vor Wagner, Mahler, Strauss und Karajan nicht halt. Überzeugen Sie sich. Ab in die Wiener Staatsoper, irgendwie kommt's schon zu einem Eklat. Wir wissen wann und wo.

Die Sacher Torte ist einfach märchenhaft. Ihre Erfolgsgeschichte ebenso: Ein berühmter Fürst lädt zum Empfang. Doch der Konditor ist krank. Also muss es ein 16 jähriger Küchenjunge richten. Der Küchenjunge hieß Franz Sacher. Und die Torte, die er backt, macht ihn im Nu zum Küchenchef. Ebenso kurios: Im Frühstückssaal des Sacher stand der kommende Auslöser für Romy Schneiders Karriere. Und das lange vor ihrer Geburt!

Was musste der liebe »Steffl« nicht alles überstehen! Insgesamt drei Bränden und zwei Belagerungen durch die Türken musste er standhalten. 18.000 Wiener und der »Steffel« gegen 100.000 Türken. Hierzu opferte er sogar seinen Nordturm und investierte lieber in die Befestigungsanlagen. Wussten Sie, dass es die Bäcker waren, die Wien retteten? Und warum sich die Türken durch eine neue Erfindung, dem Croissant, verhöhnt fühlten? Nein? Wir aber!

Sie spielen mit Zinnsoldaten und stellen vergangene Schlachten nach? Dann ist der Spittelberg genau das richtige. Von hier schossen nämlich alle schon mal auf Wien. Die Ungarn, die Türken, Napoleon. Später dann die Freier, als die Prostitution blühte. Auch Kaiser Joseph II kam inkognito, flog aber wieder raus. Aber keine Angst, Sie haben ja uns. Wir wissen, wo es langgeht. Ach, wo das kleinste Haus Wiens steht? Klar wissen wir wo.

Ein großartiges Schloss erbaut von einem kleinwüchsigen Prinzen, Prinz Eugen von Savoyen. Die Kleinwüchsigkeit erlaubte ihm nicht, der Armee Ludwigs XIV beizutreten. Doch der Prinz war guter Dinge, kaufte sich ein Stück Land, lehnte nebenbei die polnische Krone ab und begann den Bau des Schlosses. Der Maurer Philipp Schlucker gab hier das Vorbild zum
»armen Schlucker«. Und die Nullte Symphonie ist hier vollendet worden. Hören Sie rein.
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