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Fürchtet Euch nicht! Es gibt eine gute Nachricht zu verkünden. Alle Audio-Files von Rom, inklusive Vatikan, haben wir zu einem Paket geschnürt. Stellen Sie sich Ihrer eigenen Audio-Tour. Gedenken Sie Giordano Bruno am Campo de Fiori, besuchen Sie das Forum Romanum, das brutale Kolosseum, und fahren Sie mit der ultrakurzen Bahn im Vatikan. Aber noch wichtiger: Zügeln Sie dort ihre Libido. Wir denken dabei nur an Ihre Seelenreise.

In Rom liegt nicht nur der kleinste Staat, sondern auch die kleinste Bahn der Welt. Das Schienennetz misst ganze 862 Meter. Wenn man es nicht besser wüsste, müsste man glauben, Jim Knopf sei der Lokomotivführer.
Aber auch seine eigenen Soldaten hat der Vatikan aufzubieten. Ein Keuschheitsgelübde verbietet ihnen jegliche sexuelle Betätigung während der zweijährigen Dienstzeit. Das konnte nicht gut gehen, wie dieser schreckliche Mord beweist...

Machen Sie sich klar, dass die Inbetriebnahme des Kolosseums 100 Tage lang gefeiert wurde. An die 1000 Gladiatoren und fast ebenso viele Raubtiere lagen sich dabei in den Armen. Eine ausgefeilte Technik, ein
Sonnensegel, das von 1000 Matrosen bedient wurde, sorgte dafür, dass ja keiner einen Hitzeschlag abbekam. Wie armselig ist dagegen doch das Fernsehen. Setzen sie sich ruhig ins Kolosseum. Wir werden die Show live über Kopfhörer übertragen.

Ja, die Spanische Treppe dient als Cat Walk für berühmte Modenschauen. Nicht auszudenken, geriete ein Model hier ins Spolpern. Doch für die letzte Ölung wäre oberhalb der Treppe gesorgt. Da steht die schöne Kirche »Trinità die Monti«. Und für die, die hierüber in Ohnmacht fielen, stünde zu Füßen der Treppe ein kühlender Springbrunnen zur Wiederbelebung bereit. So hat es Anita Ekberg ja auch in »La Dolce Vita« gemacht. Allerdings am Trevi Brunnen.

Das Forum Romanum lag drei Meter tief unter der Erde. Jetzt aber können Sie den Tempel der jungfräulichen Priesterinnen besuchen, die neben dem Hüten des Feuers auch noch in der Politik mitmischten. Betrachten Sie Michelangelos Vorbild zum Petersdom. Und verpassen Sie
nicht die Curia, den Sitzungssaal der römischen Senatoren. Nur das mit dem Drachen hätte man ernst nehmen müssen. Auf keinen Fall hätte man da einfach so herumbuddeln dürfen.

Auf diesem Platz wurde nicht nur das Leben in Form rauschender Feste gefeiert. Auch der Tod hatte hier seinen Stammplatz. Als Hinrichtungsstätte bot er eine ebenso gute Kulisse. Sein prominentestes Opfer Giordano Bruno wurde hier verbrannt. Es gab aber auch noch
andere, sehr skurrile Serienmörder just in ihrer Nähe. Falls Ihnen jetzt die Knie weich werden, empfehlen wir zur Stärkung eine »Pizza Rossa«. Pssst! Achten sie auf SPQR!
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